Gartenarbeit im Oktober: Stauden schneiden, Rasen pflegen & Pflanzen überwintern
Der Oktober ist die goldene Zeit im Garten: Bunte Blätter, klare Luft und die letzten warmen Sonnenstrahlen laden zu gemütlicher Arbeit im Beet ein. Jetzt gilt es, Stauden zurückzuschneiden, den Rasen mit Herbstdünger zu stärken und Kübelpflanzen winterfest zu machen. Wer jetzt anpackt, legt den Grundstein für einen gepflegten Garten im Frühjahr.
Inhalt
Wenn der Oktober beginnt, verwandelt sich dein Garten in eine farbenprächtige Bühne. Zwischen goldenem Laub und Kürbisdeko warten aber auch wichtige Aufgaben, die deinen Garten gesund durch den Winter bringen. Mit gezielten Arbeiten an Stauden, Rasen und Kübelpflanzen schaffst du jetzt die Basis für einen gelungenen Start ins nächste Frühjahr.
Stauden im Oktober zurückschneiden
Viele Stauden ziehen im Herbst ihre Kraft in die Wurzeln zurück. Ein gezielter Rückschnitt unterstützt diesen Prozess und sorgt für kräftigen Austrieb im Frühjahr. Dabei gilt: Nicht jede Pflanze wird gleich behandelt.
Welche Stauden schneidest du jetzt?
- Rittersporn, Phlox, Frauenmantel: kannst du bodennah zurückschneiden.
- Gräser, Sonnenhut, Astern: lässt du über den Winter stehen – ihre Halme und Samenstände sind wertvoll für Insekten und Vögel.
- Herbstblühende Stauden: erst nach der Blüte schneiden.
Du willst tiefer ins Thema einsteigen? Dann lies den Beitrag Stauden im Herbst teilen & zurückschneiden .
Lass ein paar trockene Stängel stehen – sie dienen Marienkäfern, Wildbienen und anderen Nützlingen als Winterquartier.
Rasenpflege vor dem Winter
Ein gesunder Rasen braucht im Herbst besondere Zuwendung. Wenn du jetzt düngst und den letzten Schnitt richtig planst, verhinderst du Moosbildung und Frostschäden.
Die wichtigsten Schritte
- Herbstdünger: kaliumbetont – stärkt die Zellstruktur und macht den Rasen winterfest.
- Letzter Schnitt: auf 5–6 cm Höhe mähen – nicht kürzer, sonst drohen Frostschäden.
- Laub entfernen: regelmäßig abharken, um Fäulnis zu vermeiden.
Kübelpflanzen überwintern
Empfindliche Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrus oder Bougainvillea brauchen jetzt besonderen Schutz. Je nach Art und Platzangebot gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Tipps zur Überwinterung
- Winterquartier: heller, frostfreier Raum wie Wintergarten, Garage oder Keller.
- Schutzmaterialien: Jute, Vlies und Kokosmatten isolieren den Wurzelballen.
- Gießen: sparsam, aber regelmäßig – Staunässe unbedingt vermeiden.
Kontrolliere deine Pflanzen auf Schädlinge, bevor sie ins Winterquartier ziehen – so verhinderst du die Ausbreitung.
Kompost aus Herbstlaub ansetzen
Das reichlich fallende Laub ist kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff. Richtig genutzt, wird daraus lockerer, nährstoffreicher Laubkompost.
So geht’s
- Laub von Eiche und Walnuss nur in Maßen nutzen (verrottet langsam).
- Laub mit Rasenschnitt oder Küchenabfällen mischen – das beschleunigt die Verrottung.
- Haufen locker schichten und regelmäßig feucht halten.
FAQ
Kann ich alle Stauden im Oktober zurückschneiden?
Nicht alle. Viele Stauden wie Phlox oder Rittersporn ja – Gräser oder Astern bleiben stehen, weil sie im Winter wertvolle Strukturen für Tiere bieten.
Welcher Dünger eignet sich im Herbst für den Rasen?
Ein kaliumbetonter Herbstdünger ist ideal. Er stärkt die Zellstruktur der Halme und schützt vor Frost und Krankheiten.
Wie oft muss ich Kübelpflanzen im Winter gießen?
Nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Staunässe unbedingt vermeiden – sie führt schnell zu Wurzelfäule.
Kann ich Herbstlaub einfach auf den Beeten liegen lassen?
Ja, in dünner Schicht schützt es den Boden. Dicke Schichten besser kompostieren.
Wann sollte der letzte Rasenschnitt erfolgen?
Im Oktober, bevor die Temperaturen dauerhaft unter 10 °C sinken. Die ideale Schnitthöhe: 5–6 cm.
Fazit
Oktober ist die Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten. Mit etwas Einsatz beim Staudenrückschnitt, der Rasenpflege, beim Einwintern von Kübelpflanzen und beim Ansetzen von Laubkompost sicherst du dir einen gesunden Start ins neue Gartenjahr.